Allgemeine Entwicklung seit 1990

Die Gemeinde Wintersdorf hat sich in den letzten Jahren zu einem attraktiven, kinderfreundlichen und sehenswerten Wohnstandort entwickelt. Dabei galt und gilt stets, historisch gewachsene Dorfstrukturen mit ländlichem Charakter sinnvoll zu erhalten.
Die wohnbauliche Entwicklung wird auf den Kernbereich Wintersdorf, mit Ausnahme von Pflichtendorf und Lehma, beschränkt. In den übrigen, stark landwirtschaftlich geprägten Ortsteilen, soll die Bebauung nur für den Eigenbedarf erfolgen. Ein Flächennutzungsplan mit integriertem Landschaftsplan liegt vor. Frühzeitig wurden bereits 1991 die Flächennutzungspläne erarbeitet, welche uns hilfreich bei der Planung und Ausführung waren. Die Bebauungspläne für die Baugebiete "Augasse" und "An der Kirche" bestätigen unseren Weg. Die Bauabschnitte 1 und 2 im Wohngebiet "Augasse" sind abgeschlossen. Das Wohngebiet "An der Kirche", getragen durch viele Vorzüge in der Gemeinde Wintersdorf und bei den interessierten Bauherren, ist beispielgebend bei der Realisierung.
Das Gemeindegebiet Wintersdorf erfüllt in einem großen Teilbereich die Voraussetzung als Naherholungsgebiet. Der Kammerforst und das Schnaudertal sind wichtige, abwechslungsreiche Elemente für die Erholung oder bieten gute Voraussetzungen dafür. Mit geringfügigem Aufwand lassen sich diese Grundlagen erweitern und in ein übersichtliches Netz von Erholungsräumen einbinden. Durch die Nähe zu Altenburg, den zunehmenden Druck auf intakte Freiflächen und die eingestellte Braunkohlenförderung kommen dem Wintersdorfer Gebiet in Zukunft eine hohe Bedeutung für die überörtliche Erholung zu.
Durch das Programm "Dorferneuerung", das über 3 Jahre den vielen Privatleuten und den öffentlichen Einrichtungen Möglichkeiten bot, Gebäude sowie Gehwege, Straßen und Plätze zu sanieren und zu modernisieren, hat sich unser Dorfbild wesentlich verändert.
Das vom Büro Prof. Sieverts, Bonn erarbeitete Konzept "Strukturwirksame städtebauliche Maßnahmen im Altenburger Land" öffnet uns erneute Möglichkeiten, über die Städtebauförderung an die in den letzten Jahren erzielten Fortschritte bei der Gestaltung des Ortsbildes, der Infrastruktur, der Landschaftsgestaltung und des Umfeldes anzuknüpfen. Im wesentlichen sind in diesem Dokument die Ortseingangsgestaltung, die gesamte innerörtliche Begrünung und ein Parkplatz am Kulturhaus enthalten. Die weitere Innensanierung, besonders der weitere Dachausbau des Kulturhauses, soll vorangetrieben werden. Das ehemalige Postgebäude wurde abgerissen und eine Vorbehaltsfläche für Grün geschaffen. Das Gemeindeamt Wintersdorf, die Kindertagesstätte Wintersdorf, das Kulturhaus Wintersdorf und der Wasserturm wurden in den letzten Jahren umfangreich modernisiert und saniert.
Der Ausbau folgender Straßen ist in den letzten Jahren realisiert worden:

  • Reichenbachgasse,
  • Meuselwitzer Straße,
  • Pflichtendorfer Straße,
  • Wirtschaftsweg,
  • Augasse,
  • Bäckerplatz,
  • Hauptstraße,
  • Martin-Luther-Straße,
  • Ernststraße,
  • August-Bebel-Straße,
  • Südstraße,
  • Kurze Straße,
  • Hauptstraße,
  • Wiesenstraße,
  • Altenburger Straße (Ausbau begonnen)
    Es entstanden in der Gemeinde Wintersdorf zahlreiche Rad-, Wander- und Gehwege. Grundziel dieses Konzeptes war der sichere Schulweg für die Grund- und Regelschüler.
    Die Qualität der Ver- und Entsorgungseinrichtungen konnte in Hinblick auf die örtlichen Erfordernisse weiter ausgebaut werden. Die Gemeinde Wintersdorf hat sich dem Zweckverband WAZ Schnaudertal angeschlossen. An der Ortslage Wintersdorf wurde ein Regenüberlaufbecken mit Pumpstation gebaut. Alle größeren Hauptsammler wurden in Wintersdorf erneuert. Der Ausbau der Trinkwasserleitungen erfolgte außerhalb der Bebauungsgebiete in der Reichenbachgasse, Meuselwitzer Straße, Pflichtendorfer Straße, Hauptstraße, teilweise in der Altenburger Straße und auf dem Bäckerplatz.
    Die Gemeinde Wintersdorf ist mit seinen zahlreichen Bushaltestellen und einem Haltepunkt der Deutschen Bahn an das öffentliche Nahverkehrsnetz angebunden.
    Eine Alternative zum öffentlichen Nahverkehr bietet der Verein Kohlebahnen e.V. Die Kohlebahn, eine Traditions- und Erlebniseisenbahn auf den Gleisen der ehemaligen Grubenbahn in die Braunkohlentagebaue, verbindet auf ca. 13 km die Orte Wintersdorf, Meuselwitz, Haselbach und Regis-Breitingen und wird von vielen Besuchern des Ortes sowie von unseren Einwohnern genutzt und stellt eine besondere Attraktion für unseren Ort dar, auch werden die angebotenen Kutschfahrten von Wintersdorf in die nähere Umgebung gern in Anspruch genommen. Organisiert und durchgeführt werden diese von den 2 Reiterhöfen im Ort.